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| Archäologe Michael Mohr
erläutert die Arbeit eines Archäologen |
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| Mitarbeiter des
Landesamtes für Denkmalpflege bei
Sondierungs- arbeiten auf dem
Calmont-Plateau... |
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| ...und in der
Kreuzkapelle der Klosterruine Stuben. |
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Michael
Mohr, Archäologe der Direktion Landesarchäologie
Koblenz, begleitet von Anfang an die Ausgrabungen
auf dem Calmont. Die spektakulären Ergebnisse mündeten
schließlich im Jahre 2008 in der Rekonstruktion
des gallorömischen Umgangstempels auf seinen
Originalfundamenten. Die Grabungskampagne soll
in diesem Jahr verstärkt weiter gehen und man
ist auf die weiteren Funde gespannt.
Das erworbene Wissen um diese Funde hat Herr
Mohr am Samstag, dem 9. Mai 2009 in einer
kostenfreien archäologischen Schulung an
interessierte Menschen weitergeben können.
Besonders angesprochen waren dabei
Weinerlebnisbegleiter und Gästeführer, darüber
hinaus aber auch jeder, der Interesse hatte.
Im ersten Teil erhielten die Anwesenden einen
groben Überblick über die verschiedenen
Erdzeitalter bis hin zum Erscheinen des modernen
Menschen, des Homosapiens.
Schon lange bevor die Römer unter Julius Cäsar
ca. 50 vor Christus das Rheinland unter ihren
Einfluss brachten, hatten die Kelten die Region
zwischen Hunsrück und Eifel besiedelt und ihre
Spuren hinterlassen. Sehr oft wurden diese aber
von den Römern überlagert. Aber das geschulte
Auge und die Erfahrung eines Archäologen kann
aus kleinsten Fragmenten von Werkzeugen und
Tonscherben erkennen, dass ein Ort bereits in
vorrömischer Zeit besiedelt war. Das ist vom
Hochkessel bei Neef bekannt und trifft wohl auch
auf den Gipfelgrad des Calmont zu.
Nach der etwa einstündigen Schulung mit Präsentation
traf man sich nachmittags am Gipfelkreuz und
marschierte gemeinsam zum gallorömischen Höhenheiligtum
auf dem Calmont. Herr Mohr erläuterte den Aufbau
und die Funktion des Tempels und äußerte die
Vermutung, dass unweit des im vergangenen Jahr
rekonstruierten Umgangstempels ein weiterer, größerer
ergraben wurde. Eine weitere Vermutung geht
dahin, dass in spätrömischer Zeit wohl der
gesamte Gipfel des Calmont mit größeren und
kleineren Gebäuden überbaut war. Das würde
auch bedeuten, dass sich der Calmontgipfel, im
Gegensatz zur Gegenwart, wohl komplett entwaldet
präsentierte.
Im Anschluss an die Veranstaltung spendierte
der Förderverein den Anwesenden in der Weinschänke
am Gipfelkreuz noch ein Glas Wein mit dem
Calmont-Logo.
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