| Weshalb sind Veranstaltungen unter
freiem Himmel so spannend? Man weiß nie,
wie das Wetter wird. Der Reihe nach. Am
Freitag abend kam Raphael Rieck mit
seiner Band Blues Delivery und spielte
wieder gekonnt seinen Blues und Boogie
Woogie. Eine ideale Musik zum Wein und
zum launigen Feiern. Wenn es mal wieder
besonders fetzte, gab es dicken
Szenenapplaus. Man war glücklich, dass
nun beim dritten Versuch eine
trockene Veranstaltung
stattfand. Wenn man dem Gesang folgen
darf, so werden die Musiker immer mehr zu
Riesling-Liebhabern und da ist man in
Kloster Stuben an der richtigen Adresse.
Band und Publikum sind gut aufeinander
eingespielt und alle freuen sich nun auf
einen künftigen vierten Durchgang, denn
Raphael Rieck hat einen besonderen Gast
versprochen. Mehr dürfen wir aus
vertragsrechtlichen Gründen nicht
erzählen.
Samstag abend, der geplante Auftritt
der MoselFestwochen mit dem Rennquintett.
19.50 Uhr, ein Teil des Publikums ist
schon da, da nähert sich eine
Gewitterfront. Der Anruf von
Konzertveranstalter Hermann Lewen bei den
Wetterfröschen vom Flugplatz Hahn gab
für die nächsten 2 Stunden böse
Warnungen aus also kurzerhand
umziehen in die Pfarrkirche St.
Laurentius nach Bremm. Das Rennquintett,
ein Blechbläserquintett, erhöhte dort
kurzerhand den Anteil der klassischen
Musik, um dem Ort der Veranstaltung
gerecht zu werden. Bachs Toccata de moll,
eine Kombination vom Hallelujah mit
The Saints oder ganz zum
Schluß Best of Charlie
Chaplin. Dies sind nur Beispiele
einer Mischung von Barock bis Pop, von
Bach bis Blues. Das Ganze wurde mit viel
Humor und höchstem Können vorgetragen.
Pastor Lönartz war auch zufrieden, er
schloss sich gerne den Gästen an, die im
Anschluß an das Konzert zum Bremmer
Festplatz gingen, wo sich
zwischenzeitlich die Logowinzer der
Calmon-Region um Heinz Berg zusammen mit
dem Team vom Christoffel neu
aufgestellt hatten.
Dort genoss man das Musikfeuerwerk von
Kloster Stuben und ließ sich ordentlich
von Winzern und dem Gastronom verwöhnen.
Veranstalter Hermann Lewen, der sich
über die flexible Organisation durch den
Förderverein Calmont-Region und die
Kirchengemeinde Bremm freute, versprach,
im nächsten Jahr wieder nach Kloster
Stuben zu kommen. Wir machen das
dort so lange, bis das es trocken
bleibt. Stuben ist in den
MoselFestwochen angekommen.
Am Sonntag hatte Nicole Anker zu einer
Matinee nach Kloster Stuben eingeladen.
Josefine Wittenbecher las aus ihrem noch
frischen Buch Die Frauen von Stuben
vor. Das besondere Vergügen der
Autorin, hier am Ort der Handlung
aufzutreten, war der Autorin deutlich
anzumerken. Eingestimmt mit einem Glas
Logowein von Klaus Franzen aus Bremm und
nach einer Lesung von rund einer Stunde
konnten die rund 100 Gäste im Anschluß
an die Lesung das Gespräch mit der
Autorin suchen oder sich auch gleich ihr
Buch aneignen und signieren lassen. Fazit
auch dieser Veranstaltung das
passte zu Kloster Stuben.
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